Auf Abstand! – Aufruf zum Protest gegen die „Mahnwache für Freiheit und Menschenwürde“

Am Sonntag, den 28.06.2020 treffen sich die „Corona-Rebell*innen“ aus Oldenburg wieder auf dem Pferdemarkt um ihren diffusen Verschwörungsideologien Ausdruck zu verleihen.
Auch diese Woche treten wir dem entgegen und rufen zu kreativem Gegenprotest, am Sonntag um 15:30 Uhr auf dem Pferdemarkt auf, um sich den antisemitischen Erzählungen entgegenzustellen.
Kommt am besten schon etwas früher! 
Die Kausa „Menschenwürde Demo Oldenburg“ (die Veranstaltung läuft nun über den Namen „Mahnwache für Freiheit und Menschenwürde“) hat sich im Laufe der Wochen schnell zu mehr als einer Versammlung unterschiedlichster Schwurbeleien entwickelt.
Während die Kundgebungen an ihrem Höhepunkt noch von bis zu 250 Personen besucht wurden, darunter ein ansehnlicher Teil Rechtsextremist*innen, Holocaustleugner*innen und sonstigen Antisemit*innen, lässt die Beteiligung an den Kundgebungen stetig nach.¹·² 
Das gibt jedoch keinen Anlass zum Aufatmen, denn aus dem Kreis der Verschwörungsgläubigen kommt es nun vermehrt zu offensiver Arbeit gegen Antifaschist*innen in Form von Anzeigen, Drohungen und Recherche zu vermeintlichen Antifas.³

Währenddessen verstricken sich die Veranstalter*innen der „Menschenwürde Demos“ fortlaufend in ihren Verschwörungserzählungen über dunkle Machenschaften von „den Medien“, „der Pharmaindustrie“ oder  „den Eliten„, die die brave Bevölkerung ausrauben, hinters Licht führen und vernichten möchte.³
Dass das nichts mit fundierter Kapitalismuskritik, sondern mit handfestem Antisemitismus zu tun hat, muss hier nicht weiter ausgeführt werden.
Bei weiterem Interesse empfehlen wir den Text vom Bündnis gegen Antisemitismus und Antizionismus, der sich mit Verschwörungsideologien und Antisemitismus bei den „Mahnwachen für Grundrechte und Menschenwürde“ auseinander setzt.
Für diese Woche wird Birgit Assel zum Live Vortrag angekündigt.
Sie wird als Traumatherapeutin und Rubikon Autorin vorgestellt.
Rubikon ist ein Blog, der sich als kritischer Gegenpol zu den sog. „Mainstream Medien“ versteht und ist im Zusammenhang mit den „Corona Rebell*innen“ nichts Neues.
Die Seite ist auch dafür bekannt, unter anderem am Welt-AIDS Tag einen Beitrag zweier Menschen zu veröffentlichen, die die Existenz von AIDS leugnen.
Zudem tauchte auf der Seite auch ein Artikel auf, in dem als unkritische Lektüre „Mein Kampf“ von Adolf Hitler empfohlen wurde; Nur um ein paar Aspekte zu Rubikon hervorzuheben.
Selbst der Spiegel schreibt am 08.05.2020 über Rubikon:
„Das Magazin Rubikon ist eine Art Hausmedium der Protestler. „Hygienedemo“-Mitgründer Lenz verbreitet hier von Anfang an seine Thesen. Rubikon wurde 2017 gegründet und veröffentlicht immer wieder verschwörungsideologische Beiträge. Im Beirat sitzen auch Journalisten, die für Weltnetz.tv und RT Deutsch arbeiten. Rubikon sucht außerdem Kontakt zu Fake-News-Verbreitern wie Ken Jebsen, der mit seinem YouTube-Kanal KenFM momentan massiv von der Coronakrise profitiert“
Birgit Assel schreibt seit 2018 für Rubikon, aktuell u.a. zur Corona Pandemie mit Titeln wie „Die Pandemie als Massenpsychose„.
In dem Text kommt sie zu dem Schluss, dass die Mainstream Medien momentan alles dafür tun würden, um  den „Traumastress der Todesangst“ in uns auszulösen und uns damit zu schaden. Außerdem spricht sie davon, dass die ergriffenen Maßnahmen alles verschlimmern würden.
Die Verordnungen zur sozialen Distanzierung bezeichnet sie als absurd, da ihrer Meinung nach genau diese Verordnungen verhindern würden, dass das Immunsystem gestärkt wird. Stattdessen ruft sie dazu auf, sich zu umarmen, das zu tun was uns verboten wurde und Krankenhäuser zu meiden, da diese höchstens „als „Reparaturwerkstatt“ für notwendige Operationen oder für eine Intensivbetreuung mit notwendiger Apparatemedizin“ gebraucht würden.
Die Präsenz von Birgit Assel dient nicht zuletzt dazu, den Eindruck zu vermitteln, die verbreiteten Erzählungen seien wissenschaftlich haltbar. 
Deshalb dürfen und werden wir nicht aufhören, uns diesem Treiben laut und entschlossen entgegen zu stellen!
Seid kreativ, malt Transparente und Schilder. Bringt Dinge mit, die Krach machen! 
Organisator*innen und einzelne Akteur*innen der „Corona-Rebell*innen“ OL sammeln Informationen über alle, die sie für ihre politischen Gegner*innen halten. Vor Allem werden von ihnen Fotos angefertigt und gesammelt; Es werden Gespräche gesucht um Namen und Personen zuordnen zu können und es wird sich in die Gegenproteste gestellt um zu lauschen. 
Unser Appell: Schützt euch und damit gleichzeitig auch eure Genoss*innen und Verbündete.
Achtet dringen darauf, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen und einen Mindestabstand von 1,5m einzuhalten.
Denkt daran, euch in keinem Gespräch angreifbar zu machen. Keine Namen, keine Strukturen, seid aufmerksam und passt auf euch auf!
Stoppt die Verschwörungspropaganda! 
Quellen: